Heilpädagogisches Spiel/Spieltherapie

Das heilpädagogische Spiel/Spieltherapie

Beim Rollenspiel k√∂nnen aktuelle Erlebnisse dargestellt, mitgeteilt und verarbeitet werden. Die Kinder k√∂nnen Handlungsalternativen kennen lernen, und gemein-sam finden wir unterschiedliche Probleml√∂se- und Handlungsstrategien. Sie erfah-ren, dass Handlungen Konsequenzen haben und lernen so mehr und mehr die Verantwortung f√ľr ihr Tun.

Damit das Kind in seiner Entwicklung vorankommt, sollen seine vorhandenen F√§higkeiten reifen. Dies geschieht in unaufl√∂slicher Wechselwirkung mit seinen Spiel- und √úbungserfahrungen (√úben, Nachahmungen, Wiederholungen). Beim ‚ÄěSpielen" mit unterschiedlichen Materialien, Handpuppen oder Spielminiaturen und auch beim Rollenspiel werden folgende Entwicklungsprozesse initiiert, die die k√∂rperlich-seelische Entwicklung, die sprachliche Kontakt- und Kommunikationsf√§higkeit und die Konfliktf√§higkeit f√∂rdern.

Regelspiele haben den Lerncharakter zum Ein√ľben von bestimmten F√§higkeiten wie das Zuordnen von Farben, Kategorisieren verschiedener Eigenschaften, Einhalten von Regeln...Regelspiele haben den Lerncharakter zum Ein√ľben von bestimmten F√§higkeiten wie das Zuordnen von Farben, Kategorisieren verschiedener Eigenschaften, Einhalten von Regeln...

In der heilp√§dagogischen Spieltherapie beziehen wir uns auf den personenzentrierten Ansatz nach Rogers und auf die Kinder-Spieltherapie im nichtdirektiven Verfahren nach Axline, wobei diese Ans√§tze in der praktischen Arbeit gemischt bzw. der jeweiligen Situation angemessen konkretisiert werden. Das Kind wird auf seinem Weg begleitet und unterst√ľtzt, was bedeutet, situativ zu handeln und das Kind dort abzuholen, wo es gerade steht. Das nat√ľrlichste Ausdrucksmedium bei Kindern, das Spiel, wird hier in einer Weise genutzt, dass unverarbeitete traumatische Erfahrungen, √Ąngste, Stress zum Ausdruck gebracht werden k√∂nnen, ohne dass das Kind zum Sprechen gedr√§ngt wird. Diese Form der Behandlung ist besonders geeignet f√ľr Kinder mit¬†emotional bedingten Verhaltens- und Erlebnisst√∂rungen/ Kontakt- und Beziehungsst√∂rungen sowie f√ľr sprachgest√∂rte, risikobelastete, verwahrloste oder vernachl√§ssigte Kindern, die √ľber verbale Kommunikationen zun√§chst einmal nicht erreichbar sind, weil z.B. unaussprechliche Ereignisse ihnen den Mund verschlie√üen. Das Kind hat die M√∂glichkeit, in freien Spielsituationen Konflikte zuzulassen und darzustellen. In der einf√ľhlenden Begleitung des Therapeuten sucht es nach Formen der Verarbeitung. Es k√∂nnen neue Wege des Verhaltens ausprobiert und ein anderer Umgang mit Emotionen kennen gelernt werden. Von besonderer Bedeutung ist die Auseinandersetzung mit Grenzsetzungen.

Heilpädagogische Praxis
Christine Clausen-Puppe




bhp zertifiziert