Wahrnehmung/ Sensorische Integration

Wahrnehmungsförderung/ Sensorische Integration

Wahrnehmungsf√∂rderung im taktilen, kin√§sthetischen, vestibul√§ren, visuellen und auditiven Bereich ist ein wichtiger Bestandteil der heilp√§dagogischen F√∂rderung. Bei wahrnehmungsgest√∂rten Kindern sind die Prozesse der Informationsaufnahme, -verarbeitung und -abgabe im Kind beeintr√§chtigt. Wahrnehmungsgest√∂rte Kinder brauchen Hilfe, um ad√§quate Umwelterfahrungen machen zu k√∂nnen und sie, die im Umfassen, Ber√ľhren, Bewegen beeintr√§chtigt sind, erhalten durch gezielte Anregungen individuell abgestimmte Hilfe, um die Empfindungs- und Verarbeitungsf√§higkeit von Sinnesreizen zu st√§rken. Die Kinder werden unterst√ľtzt, sensorische Erfahrungen miteinander zu verkn√ľpfen und in eine sinnvolle Handlungsplanung zu integrieren.

Selten ist nur ein Wahrnehmungsorgan gestört oder ein isoliertes Sinnesorgan funktionsunfähig. Die Kinder stecken vielmehr in einem Leidensgeflecht von kombinierten Ausfällen des Sinnessystems.
Ein wahrnehmungsgest√∂rtes Kind hat Schwierigkeiten, Reize und Signale aus der Umwelt wahrzunehmen und situationsad√§quat zu interpretieren. Diese Unsicherheit und das m√∂gliche Missverstehen f√ľhren zwangsl√§ufig zu unangepassten Reaktionen des Kindes. Daraus k√∂nnen u. a. Kontakt- und Beziehungsst√∂rungen entstehen.
H√§ufig haben Kinder aufgrund ihrer Wahrnehmungsst√∂rungen verdeckte oder sichtbare Verhaltensst√∂rungen gebildet, die das eigentliche St√∂rungsbild √ľberlagern.
Je nach Schweregrad der Wahrnehmungsstörungen zeigen sich verschieden stark ausgeprägte Symptome, z. B. Überaktivität oder Passivität, Verzögerung der Sprachentwicklung, Lernprobleme und meistens eine körperliche Ungeschicklichkeit.

Die wahrnehmungstherapeutische Arbeit in der Praxis erfolgt u. a. in Anlehnung an das Behandlungsmodell von F. Affolter: Wir f√ľhren das Kind, seine H√§nde, seinen K√∂rper, und f√ľhren mit ihm alle Handlungen aus, die n√∂tig sind, um das Problem zu l√∂sen, vor dem das Kind gerade steht.

Des weiteren arbeiten wir auf der Grundlage der sensorischen Integrationsbehandlung in Anlehnung an Jean Ayres, Ulla Kiesling und Ingeled Brand sowie der sensorischen integrativen Motodiagnostik und -therapie nach Kesper/Hottinger. Dabei geht es um das Zusammenspiel aller Sinne, also um das Ordnen von Empfindungen und Reizen, so dass das Kind auf bestimmte Stimuli ‚Äď der Situation entsprechend ‚Äď ad√§quat reagieren und handeln kann.
Sensorische Integration ist ein Entwicklungsprinzip. Auf ihrer Grundlage entwickelt das Kind Fähigkeiten, die ihm Erkenntnisse und Erfahrungen vermitteln, was in diesem Zusammenhang Lernen bedeutet.

Die sensorisch-integrative Mototherapie ist ein an der neurologischen Entwicklung orientiertes Übungskonzept. Gefördert wird durch eine entwicklungsorientierte, systematische Wiederholung und die Vervollvollständigung der Sensomotorik. Das Übungskonzept ist geeignet, durch die basale Stimulation die Kompensationsmechanismen des Gehirns zu verbessern.

Heilpädagogische Praxis
Christine Clausen-Puppe




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